Bolivien – Faszinierende Kontraste

Bolivien ist ein landschaftlich abwechslungsreiches Land mit einer vielseitigen Kultur. Das Andenhochland auf der einen und das Amazonasbecken auf der anderen Seite ergeben interessante Kontraste. Mit dem Salar de Uyuni und dem Titicacasee hat Bolivien zwei wahre Highlights zu bieten.

Isla del Sol

Isla del Sol © jennifrog@flickr

Naturschönheiten Boliviens

Der Westen Boliviens wird vom Andenhochland dominiert. Hier finden sich gleich zwei Superlative: Der höchste schiffbare See und die größte Salzwüste der Welt:

Der auf etwa 4000 Meter Höhe gelegene Titicacasee fasziniert mit seinen schwimmenden Inseln aus Schilf, den uralten Traditionen der Bewohner und einer faszinierenden Landschaft. Unweit vom charmanten Städtchen Copacabana befindet sich die Isla del Sol, die laut einer Legende die Geburtstätte der Inka ist. Planen Sie für die Erkundung mindestens einen, besser zwei Tage ein: Neben einsamen Stränden gibt es heilige Inka-Ruinen zu entdecken.

Im Südwesten des Landes, nahe der Grenze zu Chile, erstreckt sich der Salar de Uyuni. Die mehr als 10.000 Quadratkilometer große bizarre Salzwüste wird nach einem Regen zum gigantischen Spiegel. Der Salar sowie die nahe gelegenen, teils surreal anmutenden Lagunen können auf mehrtägigen Touren erkundet werden.

Kultur

Bolivien ist ein sehr traditionelles Land. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung sind índegenas, von denen die meisten Quetschua und Aymara sprechen. Sogar in den Großstädten sieht man viele Frauen in ihren typischen Trachten.

Bolivien

© archer10 (Dennis)@flickr

Regierungssitz und bedeutendste Stadt des Landes ist das lebhafte La Paz. Es liegt auf etwa 4000 Metern Höhe und gilt als höchste Hauptstadt der Welt. Der Höhenunterschied zwischen dem in einem Tal gelegenen Zentrum und dem noch jungen El Alto beträgt immerhin 900 Höhenmeter.

Die offizielle Hauptstadt Boliviens ist Sucre. Mit ihren schneeweißen, hervorragend erhaltenen Kolonialbauten ist sie die wohl schönste Stadt Boliviens. 1991 wurde die Altstadt Teil des Unesco-Weltkulturerbes.

Ebenfalls zum Weltkulturerbe zählt Potosí. Die Bergbaustadt war einst die reichste Stadt des Kontinents. Ihren ehemaligen Wohlstand, zu erkennen an den prachtvollen Kolonialbauten, verdankt Potosí dem Cerro Rico, in dem tausende Sklaven unter den Kolonialisten Silber abbauten. Viele verloren dabei ihr Leben. Aufgrund des Mangels an Alternativen arbeiten noch immer viele Menschen in den Tiefen des Berges unter schlechten Bedingungen. Eine Besichtigung des Cerro Rico eröffnet einen Blick in die zum Teil noch schweren Lebens- und Arbeitsbedingungen der Bolivianer.

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